Kategorie-Archiv: Privates und persönliches

Modeaffine Münsteraner gesucht!

Wir brauchen eure Meinung!

Wir sind ein Full Service Marktforschungsinstitut aus Hamburg (Informationen unter mafo.com). Für ein Projekt benötigen wir modeaffine Männer und Frauen jeden Alters aus Münster, die an einer kurzen Umfrage teilnehmen und sich bei Interesse auch bei mafo.de – unserem Panel für Markt – und Meinungsforschung – anmelden. Die Panelteilnehmer erhalten von uns regelmäßig Umfragen und sichern sich durch ihre Teilnahme Punkte, die dann in wertvolle Prämien umgewandelt werden können.

Einfach auf folgenden Link klicken, an unserer Umfrage teilnehmen und tolle Prämien sichern. Hier gehts zur Umfrage http://www.mafo.de/index.php?action=umfragen&id=815276&sn=AC&aff=m55aff36

Parfums und Body – Produkte

Einkaufstipp!

Die Stadtparfümerie Pieper kann man nicht nur vor Ort am Idenbrockplatz in Münster besuchen. Im Onlineshop unter dem Namen Parfuemerie Pieper steht dem Internetuser bzw. dem Düfte-Liebhaber die breite Palette an Körperlotionen, Kopf- und Haarprodukten sowie Nagellacken zur Auswahl.

Mehr Info unter http://www.parfuemerie-pieper.de/shop/

Computerfans aufgepasst!

Ich freue mich schon auf übernächste Woche: Vom 25. bis 28. April 2012 kommt die PC Life Tour nach Münster. In den Münster Arkaden werden dann die neusten PCs von der CeBIT, zu sehen und zu testen sein. Ich gehe auf jeden Fall vorbei und lasse mir gleich noch ein paar heiße Tipps zu Windows 7 geben – muss man schließlich ausnutzen, wenn da mal ein Fachmann vor der Tür steht.

 

wir haben früher in münster gewohnt (lange, auch lange, kurz, kurz u.auf besuch)

jetzt sind wir in österreich, – was wir vermissen, was wir hier besser finden, was uns hier stört, – was uns in münster gestört hat:

a) mann, ruhestand jetzt: früher unternehmer in münster und nord-deutschland; schläft jetzt leider, info kommt etwas später

b) frau, jetzt 46, ein jahr in münster gewohnt (nicht alleine);

hat gefallen:

die stadt an sich, der aa-see im zentrum, die cafes gegenüber dem dom – auch die terassen hintenraus, die belegten brötchen dort und das große tv und die tageszeitungen; zum teil das kirchenfoyer – paar nette und angenehme gespräche – paar auseinandersetzungen; die große buchhandlung beim kirchenfoyer – v.a. die esoterik-und religionsabteilung mit dem schönen stehkalender zum verschenken – und das rote sofa im erdgeschoss :-)); auch einige andere cafes z.b. im hotel conti oder dort ecke windhorststraße, wo nackte an den klotüren sind (die bilder fanden wir blöd) – name entfallen – kellner nett – essen gut; auch das cafe im großen einkaufszentrum ganz nahe beim stadthaus, dm ist im tiefgeschoss und ein bio-buffet,  im 1. stock ein mediamarkt oder so was ähnliches, cas cafe, wo kerzen an der wand sind; dann gab es noch ein cafe in der ludgeristraße – fuzo ähnlich mehr wie in salzburg so ein bisschen geschnörkelt und antik aussehend;  das beisl, oder wie sagt man in deutschland, schräg von der ludgeriapotheke gegenüber war auch düster und angenehm und ein bisschen wie die studentenbuden in salzburg; vom größenformat der stadt alles ein bisschen an salzburg erinnert, aber münster ist schöner, – gefühlsmäßig; gut, dass der prozige dom in münster fehlt; 

b) mann 3 und 4: fortsetzung folgt;

Eine Weihnachtsgeschichte

Weihnachtszeit – da muß natürlich ein Autor der Gruppe Sem;kolon ran! Mit münsterischen Flair…

Jede Weihnacht ein Wunder

Die Stadt inmitten grenzenloser Landwirtschaft. Studentenstadt, Angestelltenstadt, will Friedensstadt sein und ist Fahrradstadt. Entlang der Promenade, auf allen Straßen und Gassen bevölkern Fahrräder den Verkehr. Der einfache Mann, die Nonne, die Jugend und der Studienrat, sie alle wetzen ihre Fahrradsättel ab. Tag und Nacht. Zur Arbeit, zum Markt und zur Universität. Leise nieselt der Regen auf die Fahrradfahrer über dem Kopfsteinpflaster der Altstadt. Im Winter Schnee.

Vom Honorar meiner letzten Lesung bestelle ich mir ein Zimmer im feinsten Hotel der Stadt. Das prächtige Foyer. Die netten Damen an der Rezeption. Der golden beleuchtete Fahrstuhl.Auch hier weht überall ein Duft von Weihnachten. Kerzen. Verspielte Dekorationen aus Tannenzweig und Kugelschmuck. Und der schwere Teppich dämpft die Schritte wie auf einer frischen Schneedecke.

Mein Zimmer auf Wunsch ganz oben im Hotelturm. Elegant vornehme Dekadenz: Bad, Bett, Minibar, Fernseher, Schreibtisch. Das Essen lasse ich mir aufs Zimmer bringen. Aus meinem Koffer hole ich einen Stapel CDs. Ans Bett habe ich mir ein Hi-Fi Gerät stellen lassen – welch ein Luxus. Packe mein Notebook, gerade noch groß genug, um darauf tippen zu können, auf den Schreibtisch.

Ein paar Stunden später und die Minibar geleert, stecke ich fest. Eine Erzählung, an der ich arbeite, kommt nicht weiter, blüht nicht auf, findet keinen Kick.Ich laufe im Hotelzimmer hin und her. Lege schnellere Musik auf, setze mich an den Schreibtisch, stehe auf und lege langsamere Musik auf. Schmeiße mich auf das Bett. Stehe wieder auf, gehe ins Bad und rasiere mich kontemplativ.

Jetzt aber! Ich setze mich an den Computer. Die Stelle, an der ich hänge, ist: „Er schaut aus dem Fenster.“ Ich lösche das, schreibe: „Er guckt aus dem Fenster.“ Nein, nein! Er muß aus dem Fenster s-e-h-e-n. Ich lösche wieder und schreibe: „Er schaut aus dem Fenster.“Ich trommle auf der Tischplatte herum. Erst mit den linken Fingern, dann mit den rechten.Wer ist Er überhaupt? Ist Er alt, jung, dick, dünn, reich, arm? Ist Er so wie ich? Ich seufze.Ich fühle mich unwohl. Ich hasse alles und jeden! Und ich fühle mich allein. Ich öffne das Fenster. Grummelnd zwinge ich mich wieder an den Schreibtisch. Ich starre, starre auf den Bildschirm.

Ich hebe meinen Blick, sehe grau verhangenen Himmel, bald ist es dunkel. Höre das Geläut unzähliger Kirchenglocken, die zu den Weihnachtsmetten einladen. Ich blicke hoch oben im Hotelturm auf die festliche Stadt herab und ein Fahrrad kommt an meinem Fenster vorbei.

Moment! Was will ich da gesehen haben? Ein Fahrrad. In dieser Höhe. Am Fenster vorbeiradelnd?

Aber es ist so. Eine Person strampelt gegen den Wind auf einem altem, schwarzen Hollandrad an dem Fenster vorbei. Und winkt mir lachend zu.Ich springe auf, hechte zum Fenster, beuge mich über die Fensterbank und sehe gerade noch, wie die Person um die Ecke des Hochhauses radelt.

Ich schließe die Augen, reiße sie wieder auf. Halluzinationen! Genau, etwas, was ein guter Psychiater erklären könnte. Ich trete einen Schritt vom Fenster zurück. Unmöglich! Niemand radelt hoch oben um ein Hochhaus! Niemand winkt mir zu!

Die Unmöglichkeit radelt gerade wieder bei mir vorbei. Jetzt klingelt sie, ruft „Hallo!“ und fährt lachend ein paar Schlangenlinien in der Luft. Dann kurvt sie um die Ecke.

Ähem… Ich hatte wenigstens Gelegenheit, die Person genauer zu betrachten. Es ist eine Frau unbestimmbaren Alters. Eine Frau mit einem weiten schwarzen Mantel. Sie trägt einen violetten, langen, sehr langen Schal, der hinter ihr her flattert. Langes, gelocktes dunkles Haar flattert ebenfalls im Wind. In ihrem Gesicht sind die strahlendsten Augen meiner Karriere. Es ist, als ob ihre Augen Funken sprühen. Lebendigkeit, Fröhlichkeit und ein großer Tupfer Schalk leuchtet aus ihnen raus.

Als das Wesen zur dritten Runde ansetzt, rufe ich aus dem Fenster: „Hey! Netter Trick!“

Die Gestalt auf dem Fahrrad bremst ab, hält auf gleicher Höhe zu mir an und steigt ab. (x-Stockwerke über dem Grund…)

Wir schauen uns an. Sie lächelt. Wir schauen uns lange, lange an. Bis sie den Kopf schief legt und fragt: „Darf ich rein kommen?“

„Natürlich!“ Ich mache das Fenster frei. Helfe ihr beim Einstieg in mein Zimmer. Als sie vor mir steht, lächelt und mich anschaut, werde ich verlegen, sehe mich genötigt, etwas zu sagen und stottere rum: „I-ich bin… I-i-ich heiße…“ Mir geht die Puste aus.

Ihre Augen sprühen wieder tausende Ministerne und sie sagt: „Ich weiß, wie du heißt. Ich komme ja wegen dir!“„Na, wenn du weißt, wer ich bin, darf ich dann wissen, wer du bist?“

Sie antwortet nicht gleich. Guckt sich im Zimmer um. Hebt meine CDs auf, liest, was auf den Hüllen drauf steht. Mustert mein zerwühltes Bett. Inspiziert die Minibar. Geht an den Schreibtisch schaut auf den Bildschirm des Notebooks. Sie wickelt sich den Schal vom Hals, öffnet den Mantel, legt ihn gleich auf das Bett. Sie hat ein weisses, schwarz gepunktetes, kurzes Kleid an. Sie sagt: „Ich bin deine diesjährige Weihnachtsmuse, mein Lieber! Bestellst du mir was zu trinken?“

„Muse? Weihnachtsmuse?“

„Ich mag Rotwein. Trockenen, roten Wein.“

„Meine M-u-s-e? Weihnachten? Diesjährig?“

„Der Wein sollte mindestens aus den 80ern sein!“

„Was? Ja, Wein. Ich bestelle dir was beim Zimmerservice.“ Während des Telefonats lasse ich sie nicht aus den Augen. Sie streckt mir die Zunge raus und setzt sich an das Kopfende des Bettes, lehnt sich an die Wand. Ihr Pose halb die einer Göttin, halb die eines Luders.

„Muse? iesjährige Weihnachtsmuse?“ töne ich einfallslos.

„Wann kommt der Wein?“

„Gleich. Willst du mich inspirieren? Wie willst du das machen?“

Ich setze mich auf die Bettkante, grabe mein Gesicht in meine Hände. Lange sitze ich so. Merke, wie sie zu mir heran rutscht, ihre Hand auf meine Schulter legt und in mein Ohr flüstert: „Erzähl mir einfach was.“

Zwei ein halb Flaschen Rotwein später. Es ist nach Mitternacht. Ich liege mit meinem Kopf auf ihrem Schoß und habe ihr mein ganzes Leben erzählt. Sie hat den Wein getrunken um mich ermuntert zu reden, bis ich alles los geworden bin.

Und wie sie mir über das Haar strich und so sanft und sacht zuhörte, einfach zuhörte, öffneten sich mir Schleusen, und nachdem ich aufgehört hatte zu weinen, fühlt es sich warm und gut an. Und mein Kopf ist kristallklar.

„Siehst du“, sagt sie, „nun weißt du, worüber du schreiben sollst, was dein Stoff, dein Thema ist.“

„Ich glaube schon,“ sage ich.

Sie möchte, dass ich noch etwas Musik auflege. Sie leert die Weinflasche. Es ist frühester Morgen. Dunkel. Die Stadt schläft noch. Wieder angezogen, klettert die Muse aus dem Fenster, wirft sich den Schal mehrmals um den Hals, steigt auf das Fahrrad, murmelt etwas von zuviel getrunken. Winkt mir zu und ruft: „Tschüß!“

Ich winke zurück und schaue ihr nach. Bald sehe ich nur noch ihr Rücklicht. Dann auch das nicht mehr und sie ist weg.

Mit Energie setzte ich mich vor das Notebook und lege eine neue Datei an. Draußen fängt es an zu schneien.

(C) Christoph Aschenbrenner

Mein 40. in Münster

Tja, hier bin ich nun 40 geworden, in dieser Stadt. Da fiel mir als Autor der münsterischen Autorengruppe Sem;kolon www.muenster.org/semikolon glatt was ein.

So sieht ein alter Mann aus!

Alter Mann

… oder ein Kumpel nach 12 Stunden Schicht unter Tage…
… oder Günter Wallraff: Ganz unten…
… oder Hermann Hesse beim Schreiben von „Steppenwolf“…
… oder Chrizzy nach dem erfolgreichen Bruch in die Maggi-Fabrik…
… oder Jean Gabin, als er endlich Simone Signoret verprügelt hat (Frankreich, 1971: „Die Katze“)…
… oder der Lump, der immer Pizzawerbung in meinen Briefkasten wirft…
… oder John Lennon mit kurzen Haaren und Übergewicht…
… oder ein Patient mit der ersten erfolgreichen Gehirnamputation…
… oder ein Passagier kurz vor dem Einschiffen auf die Titanic…
… oder einfach ich bei der Feier meines 40.

(c) Christoph Aschenbrenner

Geistviertel / Literatur

Als Autor der münsterischen Autorengruppe Sem;kolon habe ich mich mal mit Münster auseinander gesetzt, bzw. mit dem Ort in dem ich wohne. Ich finde es passt ganz gut zum Monat November, den wir ja noch haben.

Geistviertel

Finde mich auf dem Weg zu den Sonntagsbrötchen. Den Mantelkragen hochgeschlagen. Selten ein Auto auf dem nassen Asphalt. Dei Efeuhäuser mit Büschen und Birken in den Vorgärten atmen Wochenendruhe. Die verlassene Bushaltestelle grinst mich an.

Drüben mein Friseur, Fahrradgeschäft, Supermarkt, stille Glocken im Jugendstilkirchturm, Briefkasten, Drogerie. Vorbei am Tabak- Schreibwarenladen – Lottoannahmestelle für unverbesserliche Träumer. Wechsle die Straßenseite.

Das Schwimmbad Süd dort will mich an ihren schwarzen Badeanzug erinnern, an die Rentner, die palavernd im Becken herumstanden. Weigere mich, an ihre gespreizten Beine zu denken, unter die ich durchtauchte, und ich nicht lassen konnte, liebevoll in ihren Schritt zu beißen.

Krähen krächzen schwarz. Der Grüne Grund im Nebel. Die Bäume tragen tiefsten Herbst. Es ist lange her. Mußte zum Volkstrauertag auf dem Friedhof ein Gedicht aufsagen. Dabei hasste ich Auswendig lernen. Das Laternen basteln. Geschmack von Spekulatius.

Betrete die Bäckerei. Die Verkäuferin lächelt. Sie ist so schön, daß es weh tut. „Schönen Sonntag“, singt sie mir hinterher.

 Meine Schritte, tock, tock, auf dem Bürgersteig. Ich zünde eine Zigarette an.

(c) Christoph Aschenbrenner