Archiv für den Autor: Iris Kroenauer

Über Iris Kroenauer

Schulzeit in Krefeld/ Studium in Münster der Kunstgeschichte, Europäischen Ethnologie und Germanistik. Interessiere mich für Kunst und Kultur. Tausche mich darüber gerne aus, indem ich mir mit anderen Ausstellungen, Museen, historische Gebäude etc ansehe. Organisiere zum Teil Ausstellungen in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) in Münster. Meine Blogs: ausstellungstagebuch.blog.de, kunst-fragen.blog.de, historische-gebaeude.blog.de

Zuhause in Münster. Eine Ausstellung von Münsteraner Studenten und Studentinnen der ESG und des Volkeningheims

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Foto: Jerry Zhang: Der Buddenturm

Diese Ausstellung im Foyer des Volkeningheims am Buddenturm zeigt Fotografien von Münsteraner Studenten und Studentinnen. Sie haben besondere Gegenden aus Münster ausgewählt, die sie sehr schätzen und die sie weiterempfehlen möchten.

Dabei haben sie insbesondere an die kommenden Erstsemester des Wintersemesters 2013/2014 gedacht. Es liegt ihnen am Herzen, den Neuen ihre Lieblingsplätze vorzustellen, um ihnen Beispiele zu liefern, wo man sich als Student und Studentin in Münster gut aufhalten kann.  Deshalb haben sie persönliche Erlebnisse und Erklärungen zu den einzelnen Fotos hinzugefügt.

Ein herzliches Willkommen an die Erstis und einen herzlichen Dank an die bereits münstererprobten Studenten und Studentinnen der evangelischen Studentengemeinde und des Volkeningheims, die durch ihre Fotografien diese Ausstellung möglich gemacht haben!

Jerry Zhang und Iris Krönauer

 

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Foto: Iris Krönauer: Der Schlossgarten

 

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Foto: Iris Krönauer: Der botanische Garten

Archäologisches Museum, WWU Münster

Archäologisches Museum der Universität Münster
im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, Dienstag-Sonntag: 14-16 Uhr

Heute war ich zum ersten Mal im Archäologischen Museum der WWU. Obwohl ich schon jahrelang an diesem Gebäude vorbeigehe, war ich noch nie darin. Das lag nicht unbedingt daran, dass ich nicht wollte, das lag zum Teil an der kurzen Öffnungszeit und daran, dass ich Angst hatte, keinen Zugang zu den antiken Artefakten zu finden. Die Angst war unbegründet. Ich habe zwar fehlendes Vorwissen, aber dank der ausführlichen Wandtexte wurde dieses ergänzt. Das ist auch eigentlich der Sinn eines Museums- Wissen zu vermitteln. Und ich muss echt sagen, dass das wirklich gut gelungen ist.

Jetzt kenne ich mich in der antiken Münzprägung aus und in der römischen Bestattung von Toten. All dies wurde durch die gezeigten Objekte, Wandtexte und Schautafeln deutlich. Der Besuch des Museums ist also durchaus jedem Laien als Einstieg in die Archäologie zu empfehlen. Neben klassischen Objekten wie Münzen und Büsten gab es auch für mich bislang unbekannte Artefakte wie zum Beispiel Tränenkrüge oder Fingerkunkel.

Kennt jemand Fingerkunkel?
Fingerkunkel waren besondere Grabbeigaben, die zu Ehren einer tüchtigen Hausfrau mit ins Grab beigelegt wurden. Zu Lebzeiten benutzte diejenige Hausfrau die Fingerkunkel als Hilfsmittel beim Garnspinnen, dabei steckte sie sich das ringförmige, untere Ende der Fingerkunkel an den Finger und umwickelte den mit einer Figur verzierten Stift mit dem Garn.

Interessant fand ich bestimmte Münzmotive, die nicht die üblichen Herrscherbildnisse darstellten, sondern zum Beispiel einen ungefähr 3800m hohen Vulkan aus Zentralanatolien zeigten, der für die damalige Bevölkerung ein Heiligtum war. Dies wird neben dem abgebildeten Vulkan durch einen dargestellten Tempel deutlich, in dem das Heiligtum verehrt wurde. So sind antike Münzen heute Zeugnis vergangener Religionen und Kulturen.

Bewertung der Dauerausstellung:
Ausstellung: interessant
Ausstellungsgröße: mittelgroß
Aufsicht: freundlich
Material: gut bebildeter Flyer; sehr gute Wandtexte
Eintritt: kostenlos